Allgemein hilfreiche Symbole

Auf den nachfolgenden Seiten möchte ich Ihnen ein paar Symbole vorstellen, die Sie für die verschiedensten Anliegen oder Probleme ganz persönlich für sich nützen können. Es ist nur eine kleine, ganz allgemeine Auswahl und Sie sollten sich selbst bei der Findung von Symbolen keine Grenzen setzen. Vielleicht geht es Ihnen ja irgendwann wie mir und das Ganze macht Ihnen richtig Spaß!
Es ist durchaus möglich, dass das eine oder andere Symbol für Sie noch eine ganz andere Bedeutung besitzt als beschrieben. Es bleibt Ihnen überlassen welches Attribut Sie einem ganz bestimmten Symbol zuschreiben, wichtig ist nur, dass es sich für Sie richtig anfühlt und das voll und ganz. Vergessen Sie nicht, dass es um das Fühlen geht, um Emotionen. Die Aussage, die mit einem Symbol verbunden ist, muss zu hundert Prozent bei Ihrem Gefühl ankommen, denn nur dann kommt es auch bei Ihrem Unterbewusstsein an, dort, wo eine wirkliche Veränderung stattfindet. Das Symbol ist wie ein Bote zwischen dem Ober- und dem Unterbewusstsein. Wenn Sie eine klare und bewusste Entscheidung getroffen haben, weil Sie etwas verändern möchten, übermitteln Sie Ihrem Unterbewusstsein diesen positiven Sollzustand an Hand eines Symbols. Auf eine ganz natürliche Weise findet sozusagen eine „Programmänderung“ statt, die sich in Form von neuen Impulsen, positiveren Gedanken, Zuversicht, Hoffnung und einer Lösung von Spannungszuständen äußern kann. Symbole besitzen durch ihren starken und gefühlsmäßigen Ausdruck eine große Kraft und schaffen es, unserem Unterbewusstsein eine neue Orientierung zu geben. Sie helfen uns auch in Kontakt mit unserem „inneren Kern“ zu treten, dieser verborgenen Seite in uns, aus der die Intuition oder Eingebungen entspringen. Durch ein aussagekräftiges Symbol wird dieser Punkt in uns unmittelbar angesprochen, da es allein um das Fühlen geht, um etwas, das rein rational nicht zu erklären oder beschreiben ist. Wie könnte man eine Eingebung, die wir haben, in Worte fassen? Woher kommt sie, wie ist sie entstanden? Das logische Denken findet dafür meistens keine Antwort und die Erfahrung lässt sich vielleicht beschreiben, aber nicht warum und woher diese Eingebung kam. Das Unterbewusstsein hat einen direkteren Zugang zu einer höheren Seinsebene. Ich nenne es „höhere Seinsebene“, man kann es auch das höhere Selbst, die göttliche Quelle oder allumfassendes Bewusstsein nennen. In jedem Fall ist es eine Kraft, die viel mehr weiß als wir es tun. Und diese Kraft wirkt sehr stark durch das Unterbewusstsein. Unsere körperlichen Funktionen, wie zum Beispiel die Verdauung, steuern wir nicht bewusst. Wir können zwar einen positiven Einfluss nehmen und unsere Verdauung durch eine gesunde Ernährung unterstützen, aber die grundsätzliche Arbeit, die Funktion dieses komplexen Systems haben wir weder erfunden, noch leiten wir diesen Prozess bewusst. Das Ober- und Unterbewusstsein, das emotionale Bewusstsein, das körperliche oder auch Zellbewusstein, sind Phasen unseres ganzen Seins, die immer mit der höheren Seinsebene oder dem göttlichen Bewusstsein in Verbindung stehen. Durch das emotionale Bewusstsein, bzw. der Gefühlsebene und durch das Unterbewusstsein, haben wir einen direkten Zugang zu dieser höheren Ebene. In seinem bemerkenswerten Buch: „Verlorene Geheimnisse des Betens“(4), beschreibt der Autor Gregg Braden sehr anschaulich, was es bedeutet, wirklich mit Gefühl zu beten und wie unsere Gebete tatsächlich in Erfüllung gehen können, wenn wir das, was wir uns wirklich wünschen, bereits im Augenblick des Betens zutiefst in unserem Inneren mit Dankbarkeit fühlen. Er erzählt von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem uralten, unvergänglichen Wissen, das bereits unsere Vorfahren besaßen. Das wahrhafte Beten, so Gregg Braden, basiert auf dem Satz: „Fühlen ist die Sprache, die der Geist Gottes versteht“. („Verlorene Geheimnisse des Betens“, S. 23, 3.Absatz)(5)
Ohne Gefühl ist alles nichts. Die wahren Veränderungen in unserem Leben entstehen durch unsere Gefühle. Erkenntnis ohne Gefühl ist nichts, der Verstand ist ein Werkzeug, eine Phase unseres Seins. Er ist für unser Überleben, unseren Alltag absolut notwendig und gibt uns die Möglichkeit, unser Sein, unsere Empfindungen und Eindrücke durch Worte und Gedanken auszudrücken. Ich möchte seine Bedeutung keinesfalls schmälern. Aber ich erinnere mich an eine Szene aus dem Raumschiff Enterprise, in der Spok die gesammelte Mannschaft fast zur Verzweiflung bringt, weil er keine Emotionen zum Ausdruck bringen kann und zwar aus dem einfachen Grund, weil er keine hat. Er weiß alles, ist ein wandelndes Lexikon, hat für jedes Problem eine Lösung, aber ihm fehlt das, was uns Menschen als auch die Tiere, sowie die gesamte Schöpfung, so besonders macht: die Gefühle.
Und so können Symbole etwas bewirken und schaffen, was manchmal durch lange Mühen nicht erreichbar scheint: eine Veränderung durch die Gefühle, die mit einem Bild oder einem Symbol verbunden sind.


Siehe auch: "Vom Umgang mit Symbolen", unter dem Kapitel "Wie Sie die Symbole anwenden"


Der Apfelbaum

Der blühende Apfelbaum zählt für mich zu den schönsten Symbolen, die es gibt. Er drückt so vieles von dem aus, was wir uns an manchen Punkten in unserem Leben wünschen: Frühlingserwachen, einen Neubeginn, das Blühen und Werden.

Wenn man eine längere "Durststrecke" hinter sich hat und sich nichts sehnlicher wünscht, als dass endlich alles besser wird, ist der blühende Apfelbaum ein ideales Symbol. Er kann uns den festen Glauben vermitteln, dass die schwierige Zeit bald vorüber sein wird und es uns wieder besser gehen wird. Jedes noch so tiefe Tal ist irgendwann durchschritten und dann geht es den Berg wieder hinauf zu den sonnigeren Plätzen. Das Tal zu durchschreiten mag für unseren Lebensweg aus irgendeinem Grund wichtig gewesen sein und wir haben vielleicht vieles erkannt und gelernt, wir sind auch stärker geworden. Aber irgendwann ist es Zeit, sich wieder auf den Zustand auszurichten, der in der Natur als Frühling bezeichnet wird. Nach einem langen und harten Winter beginnt alles wieder zu grünen und zu blühen. Der Winter war die Vorbereitung, die Ruhezeit, aber jetzt ist das Frühlingserwachen da.

Stellen Sie sich einen Apfelbaum in seiner blühenden Pracht im Frühling vor, wenn Sie das Gefühl haben, es wäre an der Zeit, dass etwas Neues in Ihr Leben tritt. Oder wenn Sie sich in einer schwierigen Situation befinden, von der Sie sich wünschen, dass sie bald vorüber ist. Wenn Sie sich mutlos und ohne Hoffnung fühlen, visualisieren Sie den blühenden Apfelbaum und vertrauen Sie darauf, dass etwas Neues und Schönes in Ihr Leben kommt. Manchmal müssen wir Geduld haben, bis die Veränderungen eintreten und auch dabei kann uns dieses hoffnungsvolle Symbol unterstützen. Der Apfelbaum der Früchte trägt, kann auch die Umsetzung einer Idee bedeuten, von der Sie sich wünschen, dass sie sich konkretisiert oder uns das Gefühl vermitteln, dass in unserem Leben alles da ist, was wir brauchen.
Umarmen Sie den Apfelbaum in Gedanken und auch in der Wirklichkeit, wenn Sie dazu Gelegenheit haben und spüren Sie, wie sich seine Kraft auf Sie überträgt. Das Bild, das Sie später vor Ihrem inneren Auge visualisieren, kann dadurch noch stärker und deutlicher werden.







Die Feder


Das Wort Leichtigkeit ist mit diesem Begriff verbunden. Das Federkleid eines Vogels trägt ihn mühelos empor und lässt ihn Mittler zwischen Himmel und Erde sein. Eine Feder kann uns daran erinnern, die Dinge wieder leicht zu nehmen und lockerer durch das Leben zu gehen. Vieles von dem, was uns belastet, wird durch die Art und Weise wie wir darüber denken, oft noch schlimmer. Ängste, Sorgen und Zweifel machen uns das Leben dann zusätzlich schwer. Oft bringt uns ein wenig Abstand viel weiter, als ständig immer wieder über dieselben Schwierigkeiten nachzudenken, vor allem dann, wenn wir momentan sowieso keine Lösung für das Problem haben. Loslassen heißt die Botschaft der Feder, sich von den Winden des Lebens tragen zu lassen und keinen erbitterten Widerstand zu leisten, wo er gar nichts bringen würde. Sich gedanklich ständig an denselben Sorgen, Ängsten oder immer wiederkehrenden Gedanken festzubeißen, bringt uns in den seltensten Fällen weiter und fast immer fühlen wir uns dann nur noch schlechter. Mit einer Ruhepause könnten wir vielleicht schon eher eine Lösung für unser Problem finden, als wenn wir uns ständig damit beschäftigen. Auch wenn es an der Zeit ist, sich von einer Situation oder einem Menschen zu lösen, kann das Symbol der Feder eine große Hilfe sein. Auch hier heißt die Devise loslassen und wie schwer das ist, wissen wir alle. Das Visualisieren einer Feder die durch die Luft schwebt, kann uns in unserem Prozess des Loslassens unterstützen und uns helfen, die Dinge wieder etwas leichter zu nehmen. Niemand geht gerne beschwert durch das Leben und wer wünscht sich nicht eine gewisse "Leichtigkeit des Seins"?


Wenn Sie nach einer anstrengenden Zeit mal so richtig die Seele baumeln lassen wollen, kann Ihnen dieses Symbol dabei helfen, das Leben wieder zu genießen und sich leicht und losgelöst wie eine Feder zu fühlen. Manchmal fällt es uns das vielleicht schwer, weil uns Ballast von Vergangenem oder von einer schwierigen, arbeitsreichen Woche noch beschwert. Von Osho stammen die folgenden Sätze: "Es gibt nur eine Tapferkeit und das ist die Tapferkeit sich ständig von der Vergangenheit loszusagen, sie nicht zu sammeln, sie nicht anzuhäufen, sich nicht an sie zu klammern. Wir alle klammern uns an die Vergangenheit und weil wir uns an die Vergangenheit klammern, werden wir unbrauchbar für die Gegenwart."
Symbolisieren Sie vor Ihrem inneren Auge eine Feder wenn es an der Zeit ist, bestimmte Gedanken, Ärgernisse, Ängste oder Sorgen loszulassen. Stellen Sie sich vor, wie die Feder mit einer unglaublichen Leichtigkeit durch die Luft zu gleiten scheint. Damit ist nicht gemeint, dass man etwas verdrängt und sich den Herausforderungen oder Hindernissen des Lebens nicht stellt. Auf gar keinen Fall! Aber wenn man ein Problem schon von allen Seiten betrachtet hat, oder einen Gedanken, eine Sorge, dann kommt man notwendigerweise an einen Punkt an dem man am besten … loslässt ...!






Der Fluss


Von Heraklit stammt der Satz: „Man kann nicht zweimal im selben Fluss baden“. Es fließen lassen, in Fluss kommen, sind Ausdrucksweisen, die mit diesem Symbol verbunden sind. Einen Fluss kann man nicht aufhalten, es sei denn, man baut einen Staudamm. Der Name sagt es bereits: es staut sich etwas. Auch in uns kann sich etwas aufstauen, wenn wir nicht „in fluss sind“. Das gilt für Gedanken ebenso wie für Ereignisse, die wir nicht loslassen. Wir werden sehr oft in unserem Leben mit dem Thema „Loslassen“ konfrontiert und jeder weiß, dass es mit zu den schwersten Dingen gehört, die uns auf unserem Lebensweg begegnen. Auch bei der Feder und der Wolke geht es um das Loslassen. Es gibt Menschen, denen das leichter gelingt und Menschen, denen es schwerer fällt. Hier und Jetzt ist auch das Schlüsselwort des Flusses. Die scheinbare Zeit in unserem irdischen Dasein fließt nur so dahin und keinen Moment kann man festhalten. Rainer Maria Rilke schrieb: „Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben! Sie zu halten wäre das Problem. Denn, wen ängstigst nicht: wo ist ein Bleiben, wo ein endlich Sein in alledem?“ Ehe man sich versieht, ist jeder Moment auch schon wieder vorbei. Die meiste Zeit gleiten unsere Gedanken immer wieder in die Vergangenheit oder in die Zukunft ab, obwohl das Jetzt die einzige Zeit ist. Das bedeutet nicht, dass man sich niemals mit der Vergangenheit auseinandersetzt oder an die Zukunft denkt. Schließlich erschaffen wir die Zukunft in den Momenten der Gegenwart. Dennoch: Carpe Diem, man kann den Augenblick nicht festhalten, aber man kann ihn bewusst erleben! Dafür steht der Fluss als Symbol: aufhören festzuhalten, sich dem Gleiten, dem Fließen anzuvertrauen und bewusst zu leben.

Das Visualisieren eines Flusses ist auch in Lebenssituationen hilfreich, in denen etwas ins Stocken geraten ist, etwa ein kreativer Prozess oder die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Es kann auch eine Partnerschaft sein, die zu stagnieren scheint oder eine andere Situation in der etwas blockiert ist, der „Geldfluss“ zum Beispiel. Dafür kann man auch das Symbol des Apfelbaums verwenden: Stellen Sie sich vor, dass Sie unter einem Apfelbaum mit seinen Früchten stehen und dass Ihnen die roten Äpfel in den Schoß fallen, so wie im Sterntaler-Märchen. Alles was Sie brauchen, ist bereits da und wird zu Ihnen kommen.
Das Symbol des Flusses bedeutet, dass etwas wieder fließt, die Blockaden sich auflösen und ein ungehindertes Vorwärtskommen erneut möglich ist.






Das Herz


Das Herz als Ausdrucksform der Liebe ist ein Symbol, das schon seit Urzeiten besteht. Als Kinder malten wir es in unsere Poesiebücher, wenn wir uns das erste Mal verliebt hatten. Wir ritzten es mit einem Taschenmesser in Bäume und dazu unseren Anfangsbuchstaben und den von unserer(m) Angebeteten. Wenn man bei einem Spaziergang sein Augenmerk auf die Steine zu seinen Füßen richtet, wird man irgendwann bemerken, dass es immer wieder welche gibt, die aussehen wie ein Herz. Es gibt viele solche Steine und vielleicht sind sie eine Ausdrucksform der Liebe, die auch unsere Erde durchdringt.

Goethe schrieb: "In einem Augenblick gewährt die Liebe, was Mühe kaum in langer Zeit erreicht."
Die Liebe ist die größte und stärkste Kraft im Universum und vermag, wie der Glaube, „Berge zu versetzen“. Sie verleiht uns Flügel, verbindet Gegensätze, gibt unserem Leben einen neuen Sinn, sie ermöglicht das Verzeihen und das Mitgefühl. Wann immer Sie ein Herz vor Ihrem inneren Auge visualisieren, erreicht seine Aussage auch sofort Ihr Herz, Ihre Gefühlsebene. Wir alle wurden schon mal von anderen Menschen verletzt, vielleicht auch ohne dass sie es wussten oder wollten. Wir alle tragen ein Herz in uns, das schon einige Kratzer abbekommen hat und manchmal verschließen wir es sogar. Die Liebe wieder in unser Leben zu lassen, dafür steht das Symbol des Herzens. Visualisieren Sie es in einer sanften rosa Farbe (oder einer anderen Farbe, je nachdem, welche sich für Sie gut anfühlt) und spüren Sie, wie diese Strahlen Sie durchdringen und mit Liebe erfüllen. Liebe ist auch Heilkraft in Höchstform, eingefangen in dem Symbol des Herzens und kann uns in unserem Prozess des Gesundwerdens kräftig unterstützen. Manchmal fehlt vielleicht auch die Liebe zu uns selbst. Oft richten wir unser Augenmerk nur auf das, was wir bei uns als mangelhaft und fehlerhaft empfinden, sei es äußerlich oder innerlich, oder auf Situationen in denen wir versagt haben. Die Liebe aber verurteilt nicht und wir sollten uns auch selbst nicht verurteilen. Wir sind in jedem Moment unseres Daseins ganz und vollkommen. Wir können natürlich etwas verbessern, aber wir sollten es immer mit Liebe tun. Verurteilung hat etwas mit Kampf zu tun, Kampf hat etwas mit Gewalt zu tun und Gewalt wird diese Welt nicht verbessern. Auch wenn wir uns wünschen mehr Liebe zu geben, hilft dieses Symbol unser Herz zu öffnen und die Liebe fließen zu lassen. Sie können das Herz auch visualisieren, wenn Sie auf der Suche nach einer erfüllten Partnerschaft sind. Lassen Sie sich von einer liebevollen Energie durchdringen, die Ihr Leben leichter und schöner macht.






Die Quelle der Kraft


In jedem von uns sprudelt eine Quelle der Kraft, auch wenn wir sie nicht immer spüren. Das ist die Quelle, aus der wir alle hervorgegangen sind und deshalb wirkt diese Kraft auch in uns. Es ist etwas Unfassbares in dieser Vorstellung, die wir Gott oder Schöpfer, Allah oder Brahma, Buddhanatur oder kosmischer Urquell nennen und manchmal mag es schwer sein, an ihn, sie, es, zu glauben. Und mit dem Verstand können wir das Unvorstellbare erst recht nicht erfassen. Von Antoine de Saint-Exupéry stammt der Satz: „Gott ist das vollkommene symbolische Fundament des zugleich Unzugänglichen und Absoluten“. Dass letzten Endes alles Energie und Schwingung ist, wissen wir schon längst, selbst die Wissenschaft hat es bewiesen und eigentlich liegt es da auf der Hand, dass es irgendeine Kraft gibt, die dieses ganze Universum erschaffen hat und schon immer da war. Wir können niemals, zu keinem Zeitpunkt unseres Lebens, wie düster er auch sein mag, von dieser Quelle getrennt sein. Eine Mutter wird immer mit ihrem Kind verbunden bleiben, weil es ein Teil von ihr ist. So sind auch wir in jedem Moment unseres Seins mit der Quelle untrennbar vereint, eine Trennung ist nicht möglich. Wir alle sind Teile einer großen Einheit, die sich scheinbar zersplittert hat, aber in Wahrheit sind wir alle miteinander verbunden, da letzten Endes alles aus Schwingung besteht. So wie eine Mutter zu ihrem Kind eilt wenn es um Hilfe ruft, so können auch wir eine Quelle der Kraft visualisieren, sobald wir Hilfe und Beistand brauchen. Die Quelle, die dem Berg entspringt, ist voller Kraft und wenn wir dieses Symbol visualisieren, stimmen wir unser Unterbewusstsein auf diese Kraft ein. Wir sind dann nicht mehr hilflos und klein, sondern groß und stark und finden in uns all die Lösungen, die wir brauchen. Visualisieren Sie eine Bergquelle wenn Sie an einem Punkt in Ihrem Leben sind, an dem Sie Hilfe suchen und scheinbar keine Lösungen für Ihre Probleme finden. Es gibt keine unlösbaren Probleme, sondern nur eine Denkweise, die uns vorgibt, gewisse Problem seien nicht lösbar. Auf jede Frage gibt es eine Antwort, das ist ein philosophischer Grundsatz, sonst gäbe es die Frage nicht. Und so gibt es auch für jedes Problem eine Lösung, auch wenn wir uns diese momentan vielleicht nicht vorstellen können. Sie werden eine Lösung finden, weil Sie diese bereits in sich tragen, durch die eine kraftvolle Energie, die in jedem von uns schwingt.
Das Visualisieren der Quelle als Ausdruck von Kraft, Klarheit und Vitalität ist auch sehr hilfreich in Zeiten, die sehr anstrengend sind und in denen wir uns energielos fühlen, weil der Alltag des Lebens viel von uns fordert.





Der leere Krug

Der leere Krug als Symbol ist für all diejenigen gedacht, denen die vielen Gedanken zur Last fallen. Wir müssen uns in der heutigen Zeit mit einer immensen Flut von Informationen auseinandersetzen, so dass wir vielleicht manchmal das Gefühl haben, alles gar nicht mehr aufnehmen zu können. Sowieso schon belastet mit unseren größeren und kleineren Sorgen, den Problemen, die der Alltag mit sich bringt und der Hektik in der Arbeitswelt, werden wir zusätzlich so vielen Informationen ausgesetzt, dass es uns manchmal schwer fällt, all dies noch zu verarbeiten. Damit meine ich vor allem die Werbung, Zeitungen, Fernsehen und die Nachrichten. Es gibt viele Menschen, die manchmal gar keine Nachrichten mehr anhören- oder sehen, auch deshalb weil ein hoher Prozentsatz dieser Informationen meist negativ ist und nur von Unglücken und Katastrophen handelt. Das soll nicht heißen, dass man mit Scheuklappen durch diese Welt geht. Aber wenn es mir nicht gut tut, dann tut es auch dem Ganzen nicht gut. Jeder hat seine eigenen Grenzen und die sollte man auch einhalten. Es wäre auch wichtig, sich des Öfteren auf das Positive in dieser Welt zu konzentrieren. Es gibt so viele Organisationen, ob klein oder groß, die sich darum bemühen, diese Welt für Alle besser zu machen und den Menschen und der Natur zu helfen.

Wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, zu viele Gedanken im Kopf haben, sei es, weil Sie nur mit einer Sache beschäftigt sind und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, oder weil Ihnen so viel Verschiedenes durch den Kopf geht, dann visualisieren Sie einen Krug voller Wasser, der sich langsam entleert, bis kein einziger Tropfen mehr darin enthalten ist. Besonders hilfreich ist dieses Symbol vor dem Einschlafen. Manchmal sind wir noch so vom Tagesgeschehen oder unseren Problemen gefangen, dass es uns schwer fällt, den Kopf zur Ruhe kommen zu lassen, wenn wir eigentlich schon längst schlafen sollten. Sich gedanklich auf die Visualisation des Kruges zu konzentrieren lenkt das Denken ab und die Aussage, die damit verbunden ist, kommt durch dieses Symbol direkt bei Ihrem Unterbewusstsein an.


Der Regenbogen

Auch wenn sich die Entstehungsweise eines Regenbogens wissenschaftlich leicht erklären lässt, bleibt dennoch die Tatsache bestehen, dass es sich um eines der schönsten Naturphänomene handelt, die es hier auf der Erde gibt. Der Regenbogen als Mythos findet sich in den Überlieferungen zahlreicher Kulturen, die relativ isoliert waren und man kann annehmen, dass dieser Mythos an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten ins Leben gerufen und überliefert worden ist. Dieser Mythos beruht also nicht allein auf den Austausch unter den großen Kulturen der Menschheit. Mythologien ohne Regenbogen sind selten. Dabei wird dem Regenbogen sehr oft die Rolle des Mittlers oder einer Brücke zwischen Götter- und Menschenwelt, dem Himmel und der Erde zugeschrieben.

Der Regenbogen ist, wie auch der Apfelbaum, ein Symbol für den Neuanfang in einer oder nach einer schweren Zeit. Er ist eine Erscheinung, die uns in der Visualisation die Zuversicht eines Neubeginns vermitteln kann, ein Symbol der Hoffnung. Es hilft in Zeiten, in denen wir aus unserer gegenwärtigen Situation eine Befreiung suchen. Wir wissen vielleicht noch nicht so recht wie diese Veränderung stattfinden soll, aber wir vertrauen fest darauf. Das Symbol des Regenbogens kann uns bei dieser Suche unterstützen und hilft dabei, das Unterbewusstsein positiv zu beeinflussen.








Der Schmetterling

Einmal war ich alleine in den Bergen zum Wandern. Als ich schon ziemlich hoch hinauf gestiegen war, beschloss ich, auf einer wunderschönen Sommerwiese Rast zu machen. Um mich herum war eine Stille, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Nur das Summen der Insekten war zu hören. Ich konzentrierte mich ganz auf diese Stille und nahm nur noch die Schönheit der Wiese mit all ihren Blumen und dem bunten Treiben der Insekten wahr. Neben mir landete ein Schmetterling auf einer Blume und inmitten dieser Stille konnte ich tatsächlich seinen Flügelschlag hören. Dieses Erlebnis ist mir als etwas unvergesslich Schönes in Erinnerung geblieben.

Wie viele Geschichten und Gleichnisse gibt es über die Raupe, die zum Schmetterling wird! Der Symbolgehalt dieser Verwandlung ist weitreichend bekannt. Den Schmetterling als Symbol zu wählen, bedeutet auch die Schönheit dieses Lebens wieder zu genießen. Leicht und unbeschwert flattert der Schmetterling von einer Blüte zur anderen, fliegt mit Seinesgleichen um die Wette und genießt ganz unbeschwert den Frühling oder den Sommer. Sein mühsames Raupendasein hat er vergessen und freut sich jetzt einfach nur seines Lebens. Der Schmetterling ist ein fröhliches Symbol, er erinnert uns daran, wie es sein kann, mal wieder ganz unbeschwert durch das Leben zu gehen und uns zu freuen. Wenn der Alltag zu grau geworden ist oder es einfach an der Zeit ist, aus der Raupe zu schlüpfen und die Mühsale der Vergangenheit hinter sich zu lassen, visualisieren Sie den Schmetterling oder ganz viele Schmetterlinge. Auch wenn Sie spüren, dass Sie für eine Veränderung in Ihrem Leben bereit sind, ist der Schmetterling genau das richtige Symbol. Auch hier können Sie Ihren Farbvorstellungen unbegrenzten Raum lassen! Viele bunte Schmetterlinge zu visualisieren, kann eine neue Leichtigkeit in Ihr Denken bringen. Manchmal mühen wir uns Tag für Tag mit denselben grauen Alltagsgedanken, über Rechnungen die wir bezahlen müssen, bis hin zu den kleinen und großen Sorgen die wir haben. Stellen Sie sich viele schöne Schmetterlinge vor, wenn Sie sich dabei ertappen, immer wieder über dieselben Dinge zu grübeln. So können Sie Ihrem Unterbewusstsein einen Impuls vermitteln, die Gedanken mal in eine neue Richtung zu lenken und auch die schöne und heitere Seite des Lebens zu sehen.






Auszug aus dem Buch "Symbole für die Seele"

Copyright 2010 Daniela Böhm
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